Archiv für Februar 2009

Wir nehmen Platz

Das besetzte Haus auf dem ehemaligen Topf&Söhne Gelände ist akut von der Räumung bedroht.

Die Stadtspitze hat gleichzeitig mit der durch die Bauverwaltung beschiedenen Nutzungsuntersagung die Verhandlungen mit den BesetzterInnen abgebrochen. Ein geeignetes Ersatzobjekt für die Besetzung wurde ihnen nie angeboten. Offene Briefe und Appelle an die Stadt (z.B. hier und hier) sind wirkungslos verpufft. Die politisch Verantwortlichen verspielen durch diese Haltung jede Chance, in dem Konflikt zu einer gütlichen Einigung zu gelangen.

Wir glauben, das das besetze Haus als Offener Raum unbedingt erhalten bleiben muss. Es wirkt durch sein vielfältiges Engagement als Verstärker einer alternativen und lebendigen Soziokultur, die gerade in Zeiten des erstarkenden Rechtsextremismus ein wichtiger Kristallisationspunkt für eine tolerante und offene Gesellschaft ist. Partizipative Soziokultur und eine lebendige Zivilgesellschaft ist in Thüringen ständig davon bedroht, anderen Interessen weichen zu müssen.

Wir sind nicht bereit, das zu akzeptieren und werden auch Mittel des zivilen Ungehorsam nutzen, um dagegen vorzugehen. Deswegen nehmen wir uns den Platz und werden am Tag X die Räumung mit einer Sitzblockade ver- oder behindern.

Ich unterstütze diesen Aufruf und möchte mich an einer Blockade beteilligen:

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*Diese Daten werden als Unterstützer des Aufrufs veröffentlicht.

Ich unterstütze den Aufruf, kann mich aber leider nicht an der Blockade beteilligen:
Dann nutze bitte das obenstehende Formular und gib unter sonstiges, vor allen anderen eventuellen Informationen, „soli“ ein.

Die aktuellen UnterstützerInnen stehen hier.

Treffpunktam Tag X: Haupttor der Besetzung in der Rudolstädter Straße. Hier findet Ihr am Tag X Informationen zur Blockade.

Um überhaupt vom Termin der Räumung zu erfahren, haben UnterstützerInnen des Hauses einen SMS-Verteiler eingerichtet. Eintragen lassen kann man sich unter http://haendeweg.blogsport.de. In diesen wirst du auch eingetragen, wenn du uns Deine Handynummer hinterlässt.

Mitbringen: Isomatte, warme Kleidung, Regenschutz, Essen und Trinken, Personalausweis, benötigte Medikamente, Papier und Stift, Geld zum Telefonieren, Nummer des Ermittlungsausschuss (wird hier veröffentlicht, sobald bekannt)

Zuhauselassen: Alkohol, Waffen (auch Reizgas und Dinge, die als Waffen gebraucht werden können), Drogen, Kontaktlinsen, Kallender, Adressbuch

Eine Sitzblockade ist keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit, rechtlich ähnlich gelagert wie falsch Parken oder Alkohol trinken in der Innenstadt. Bei Interesse bieten wir ein Blockadetraining an. Optimal vorbereitet ist man mit einer Bezugsgruppe – fünf bis sieben Leute, die sich vertrauen und vorher gemeinsam absprechen, wie sie vorgehen wollen.

Wir sehen unsere Aktion als eine Möglichkeit, Widerstand gegen die Räumung zu leisten. Weitere Möglichkeiten findet Ihr unter http://haendeweg.blogsport.de.